Gesellschaftspolitik

Die Postmoderne ist die Ideologie des Neoliberalismus. Die Verlagerung von einer modernen Politik, die auf Gleichheit ausgerichtet war, hin zu einer postmodernen Politik der Anerkennung (Identitätspolitik) hat den marginalen Gruppen nicht genützt. Durch die wachsende Ungleichheit wurden sie vielmehr verstärkt geschädigt. Darüber hinaus aber zerstört die Identitätspolitik jene Räume der Gesellschaft, in denen ohne Ansehen der Person gesprochen und Gleichheit produziert werden kann – zum Beispiel die Universitäten.

Dort überbieten gegenwärtig elitäre Studierende einander in der Produktion immer neuer Empfindlichkeiten und entsprechender Forderungen nach Zensur.

Siehe dazu:

Oehmke, Philipp
2016 Das PC-Monster, in: Der Spiegel 49/2016: 132-138
https://magazin.spiegel.de/SP/2016/49/148300432/index.html

Fraser, Nancy
2017 Für eine neue Linke oder: Das Ende des progressiven Neoliberalismus, in: Blätter für deutsche und internationale Politik, 2/2017: 71-76

https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2017/februar/fuer-eine-neue-linke-oder-das-ende-des-progressiven-neoliberalismus

Lilla, Mark
The End of Identity Liberalism

(Zugriff: 2017-03-22)

Moeschl, Peter
2015 Privatisierte Demokratie. Zur Umkodierung des Politischen, Wien/Berlin: Turia & Kant

Reed, Adolph
2013 Marx, Race and Neoliberalism. New Labor Forum 22(1) 49-57. https://libcom.org/files/Marx,%20Race%20and%20Neoliberalism%20-%20Adolph%20Reed.pdf

(Zugriff: 2017-03-16)

2015 Identity Politics is Neoliberalism, interview by Ben Norton

Adolph Reed: Identity Politics Is Neoliberalism

(Zugriff: 2017-03-16)